06. August 2018

Serie Engagement im Bürgertreff Teil 17 – „Internationales Handarbeiten und Frauenfrühstück Lale“

„Sich treffen, austauschen, begegnen“

Aus dem Leitbildprozess „Neuhäuser Leben“ im Jahr 2004 heraus entstand die Idee, eine Volunteersinitiative „Internationales Handarbeiten“ zu gründen. Schon davor hatten sich Frauen im Ostertagshof getroffen, um miteinander zu häkeln und zu stricken und sich auszutauschen. Immer mehr hat es sich herauskristallisiert, dass das Angebot vor allem für türkische Frauen interessant ist, ebenso wie das Frauenfrühstück Lale. Die beiden Initiativen treffen sich regelmäßig, die Termine werden immer aktuell im Mitteilungsblatt veröffentlicht, neue Interessierte sind jederzeit willkommen
Sprecherin der beiden Initiativen ist Firdes Akar, die Treffen koordiniert vor allem ihre Mutter Gülcan Akar. Und vor Ort helfen immer alle zusammen, „der Tisch bleibt nie leer, es ist völlig unkompliziert, die Frauen kommen hier her, jede bringt etwas mit und schon fängt die Runde an, gemütlich zu werden, man muss nichts organisieren, es funktioniert einfach super.“  Firdes Akar ist den beiden Volunteersinitiativen und dem Bürgertreff eng verbunden, sie hat schon als Kind ihre Mutter begleitet und als ihre eigenen Kinder jünger waren, war sie mit ihnen im Bürgertreff in einer Eltern-Kind-Gruppe. Sie möchte Brücken bauen zwischen den Kulturen. Wichtig ist es ihr, dass es für die Frauen eine Schnittstelle gibt zwischen türkischer Herkunft und deutscher Gegenwart, „und es ist wichtig, dass sich die Kulturen treffen können“. Deshalb ist es für die türkischen Frauen auch eine Selbstverständlichkeit etwa beim Fleckenherbst ihre Spezialitäten anzubieten. „Das Büffet ist immer großartig, die Köstlichkeiten kommen bei den Besuchern immer sehr gut an und mit ihrem Da-Sein und Mitmachen bereichern sie den Tag“, betonte Helga Mayer, die Leiterin des Bürgertreffs. „Und wir können so unsere Kultur vorstellen und haben die Chance, Teil des Hauses und Teil der Gemeinde zu sein“, so Firdes Akar.
Die Räume des Bürgertreffs sind perfekt geeignet für solche Treffen, weil sich alle gleichermaßen verantwortlich fühlen, weil sie groß sind und hell, einladend und offen. Und in den anderen Räumen treffen sich andere Gruppen. „So kann ein Austausch stattfinden“, so Firdes Akar. Die Frauen schätzen die Treffen sehr, sie kennen sich teilweise sehr gut und sehr lange, aber auch neue Interessierte werden gerne aufgenommen. Und Helga Mayer betonte: „Im Bürgertreff sind auch andere Kulturen willkommen, die Vielfalt der Gemeinde soll sich auch in unserem Haus spiegeln.“